Kurz erklärt #7

Affiliate Marketing

Affiliate Marketing ist eine Disziplin des Online Marketing, bei der Websitebetreiber (Affiliate / Publisher) Werbelinks oder Banner eines Dritten (Merchant oder Advertiser) auf der eigenen Seite platzieren.

Führen diese Werbemaßnahmen zu dem gewünschten Erfolg (Klick oder Kauf durch User), erhält der Websitebetreiber eine entsprechende Vermittlungs-Provision. Die Erfolgsmessung und Provisionszahlung kann auf verschiedenen Ansätzen beruhen und wird im Vorhinein zwischen Publisher und Advertiser geklärt.

  • Cost-per-Click (CPC): Klick auf den Link / Banner durch den User
  • Cost-per-Lead (CPL): Kontaktaufnahme des Nutzers mit dem Affiliate, bspw. durch einen Anruf oder durch das Senden einer E-Mail / eines Kontaktformulars
  • Cost-per-Conversion (CPC): Der User hat das Produkt / die Dienstleistung nach dem Klick auf den Link /Banner gekauft

Durch den Einsatz von Cookies, die mit dem Klicken auf dem Banner oder Link gesetzt werden und entsprechenden Tracking-Tools, können diese Kennzahlen erfasst und ausgewertet werden. Je nach Ausgestaltung des Provisionsmodells und des Trackings können auch bei zukünftigen Käufen des Users die Provisionen gezahlt werden. In der Regel werden Cookie-Zeiten von 30 Tagen eingerichtet.

Affiliate-Marketing-Erklaerung

Vorteile Affiliate Marketing:

  • Kosten entstehen erst bei Klick, Lead oder Kauf
  • Große Auswahl an Partnerprogrammen
  • Zielgruppenspezifische Ansprache durch die Auswahl der zur Zielgruppe passenden Advertiser

Nachteile Affiliate Marketing:

  • Fehlende Erfolgs- bzw. Einnahmegarantie für Publisher bzw. Advertiser
  • Advertiser sind bei Zahlmodellen wie Cost per Lead oder Cost per Conversion von der (technischen) Qualität der Zielseite abhängig

Affiliate Marketing in der Praxis

In Deutschland ist der Markt der Partnerprogramme unter zwei Big Playern und mehreren kleinen bis mittleren Netzwerken aufgeteilt. Awin und Affilinet bieten die größte Afiliate Basis, verlangen aber auch relativ hohe initiale Setup-Gebühren. Bei den kleineren Anbietern sind die initialen Kosten meist überschaubar, allerdings sind die Erfolgsaussichten auch geringer.

Kleinere Affiliate-Programmen, die nicht professionell betrieben werden, bergen außerdem die Gefahr, dass die ausgewählten Publisher nicht zur Marke passen und das beworbene Produkt bzw. die Marke in ein falsches Licht gerückt wird. Daher sollte man die Auswahl der passenden Programme bzw. der Publisher mit viel Sorgfalt angehen und die zugelassenen und teilnehmenden Affiliates kontinuierlich überprüfen. Es ist auch sinnvoll, klare Publisher-Vorgaben in Bezug auf den Markenschutz zu formulieren und einen engen Kontakt mit den Publishern zu halten um ein gemeinsames Verständnis zu gewährleisten.

Weitere Beiträge